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Gründung einer Arbeitsgruppe |
Die New Economy wird unsere Welt verändern und die Globalisierung weiter vorantreiben. Auch für die Bergregionen hat dies entsprechende Auswirkungen.
Wo hier echte Chancen und neue Perspektiven oder aber erhöhte Gefahren und Risiken liegen, ist zur Zeit noch sehr schwierig abzuschätzen.
Das ALPENFORUM wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialfragen das Internationale Jahr der Bergregionen 2002 nutzen, die Auswirkungen der New Economy auf die Bergregionen näher zu beleuchten, Ideen und Impulse zu diskutieren, sowie konkrete Projekte zu lancieren.
Dazu ist es notwendig, bereits das Jahr 2001 zu nutzen, um mit verschiedenen Partnern entsprechende gedankliche und organisatorische Vorarbeit zu leisten. Das Schwergewicht wird dabei auf die Alpen gelegt.
Die Kooperationspartner haben sich auf die rasche Bildung einer internationalen Arbeitsgruppe „New Economy - Chancen und Risiken für die Bergregionen“ geeinigt. Die Gründungssitzung findet am 06. April 2001 im Hotel Anker in Wildhaus (Toggenburg, Ostschweiz) statt. Die Behandlung folgender Schwerpunkte ist vorgesehen:
Anmerkung zur weiteren Projektentwicklung
Die massive Gefahr einer unreflektierten Überbewertung des neuen Marktes hat sich in den vergangenen zwei Jahren durch dessen spektakulären Absturz drastisch dokumentiert. "Konservative" Werte, wie Unternehmenssubstanz, Produktivität und Ertragskraft, bleiben auch zukünftig unerlässliche Grundlagen einer gesunden Unternehmensstruktur. Dies gilt in hohem Masse gerade auch für die mittelständischen Wirtschaftsstrukturen im Alpenraum. Dies bedeutet umgekehrt natürlich ebenso wenig, dass dynamische Elemente der New Economy, wie die Vernetzung der wirtschaftlichen Transaktionen über die elektronische Information und Kommunikation, an Bedeutung verlieren würden. Die Notwendigkeit, sich im Alpenraum dieser Möglichkeiten zu bedienen und deren Anwendungspotential verstärkt auszubauen, gilt heute unverändert mehr denn je. Ein Beispiel hierfür ist der Tourismus, dessen organisatorische und werbespezifische Abwicklung durch den intelligenten und gezielten Einsatz des Internets erst am Anfang der Entwicklung steht, Für die alpinen Bergregionen empfiehlt sich daher weiterhin eine nüchterne, sachbezogene Auseinandersetzung mit den Instrumentarien der New Economy.
Das ALPENFORUM begrüßt aus diesem Grund, dass sich inzwischen auf Initiative der Schweizerischen Fachhochschulen ein "Nationales Netzwerk für e-Business und e- Government" gebildet hat. Als Ecademy CH, The National Network of the Swiss Universities of Applied Science for E-Business and e-Government, genießt diese akademische Institution auf dem Gebiet der New Economy Anerkennung als nationales Kompetenzzentrum des Bundes.. Ihr obliegt auch die Wissensvermittlung im Bereich e-learning, der Aufbau eines entsprechenden Masterstudienganges, sowie die Vorbereitung für einen nachdipolmbezogenen, internationalen Masterstudiengang E-Business und e-Government .
Aus Sicht des ALPENFORUM wird damit unser ursprüngliches Anliegen, die Anwendung und Nutzung dieser ökonomischen Instrumente zu evaluieren, ausreichend in unserem Sinne abgedeckt.
Das ALPENFORUM hat unter Würdigung dieser Sachlage beschlossen, die weitere Projektbearbeitung New Economy ausschließlich auf die Spezialanwendung im Rahmen des Projekts Intelliwood zu begrenzen.